06 Mai

Aktuelle Informationen zu den Tarifauseinandersetzungen in Potsdam

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06/05/2015

·         150 Mitarbeiter der Niederlassung Potsdam befinden sich aktuell in unbefristetem Streik
·         Prosegur setzt alles daran, über individuelle Notfallpläne die Beeinträchtigung für seine Kunden in Grenzen zu halten
·         Das Unternehmen hofft, dass ver.di an den Verhandlungstisch zurück kommt
Ratingen, 6. Mai 2015. 150 Mitarbeiter in der Prosegur-Niederlassung Potsdam haben sich entschieden, unbefristet zu streiken. Das bedauern wir! Denn dieser Streik hat maßgebliche negative Folgen für unsere Kunden und die Menschen in der Region.
Der Streik und die entsprechenden Verhandlungen mit ver.di betreffen einen aus dem Jahr 2001 datierenden Mantelhaustarifvertrag für die Niederlassung Potsdam – und damit 350 der insgesamt 4.200 Prosegur-Mitarbeiter in Deutschland. Für die große Mehrzahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die übrigen Beschäftigten im Geld- und Werttransport gilt ein mit ver.di im Jahr 2014 ausverhandelter und bis 2016 gültiger Bundesmanteltarifvertrag. Hier sind – für die gesamte Branche – nachhaltige und überdurchschnittliche Erhöhungen der tariflichen Rahmenbedingungen vereinbart.
Mit seinen individuellen Regelungen liegt der Haustarifvertrag für die Niederlassung Potsdam etwa 20 Prozent über den Regelungen für die Branche in Berlin/ Brandenburg.
In inzwischen sieben Verhandlungsrunden ist Prosegur den Forderungen des Verhandlungspartners ver.di sehr weitgehend entgegen gekommen. Leider hat ver.di bislang nur wenig Kompromissbereitschaft signalisiert. Zu weiteren Zugeständnissen sieht sich Prosegur – auch aufgrund der Wettbewerbssituation in der Branche – nicht in der Lage.
Prosegur setzt alles daran, über individuelle Notfallpläne die Beeinträchtigung für seine Kunden in Grenzen zu halten. Die Auswirkungen eines längeren Streiks kann das Unternehmen jedoch mit der übrigen Mannschaft nicht abfangen.
Das Unternehmen hofft, dass ver.di – vor allem im Sinne der Beschäftigten in Potsdam – möglichst bald an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Bislang hat ver.di keine konkrete Aussage dazu gemacht, wie lange die Streiks andauern sollen.