29 Mai

Tarifauseinandersetzung in Potsdam: Schlichtungsangebot der Gewerkschaft geht über bisherige Forderungen hinaus

29/05/2015

• Prosegur hat einen Gegenvorschlag vorgelegt
• Gewerkschaft lehnt diesen Vorschlag ab – Streiks in der Niederlassung Potsdam werden fortgesetzt
• Prosegur hält Bargeldversorgung in der Region durch eingespielte Versorgungsschemata aufrecht
 

Ratingen, 30. Mai 2015. In der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit der Gewerkschaft ver.di über die Entgeltforderungen für die Niederlassung Potsdam sieht sich der Geld- und Wertdienstleister Prosegur mit Forderungen für ein Schlichtungsangebot konfrontiert, die bisher nicht Teil der Tarifauseinandersetzung waren.

Die Gewerkschaft hatte dem Unternehmen Ende der vergangenen Woche ein erstes Angebot für eine Schlichtung unterbreitet. Nach sorgfältiger Prüfung hat Prosegur der Gewerkschaft am Donnerstag fristgerecht einen entsprechenden Gegenvorschlag übermittelt.

Der ursprüngliche Entwurf der Gewerkschaft für eine Schlichtung enthielt Forderungen, die bisher nicht diskutiert wurden und die für Prosegur so nicht zu akzeptieren sind. Unter anderem fordert ver.di darin eine Beschäftigten- und Standortsicherung. Obwohl die Entgelte – auch für die Niederlassung Potsdam – in einem bundesweit gültigen Tarif bis Ende 2016 geregelt sind, versucht ver.di dies über den einseitig gekündigten Haustarifvertrag zu umgehen und außerordentliche Lohnerhöhungen durchzusetzen. Um weiter Druck auf das Unternehmen auszuüben, hat die Gewerkschaft ihre Streiks wieder aufgenommen.
Das Unternehmen hat – im besten Interesse seiner Mitarbeiter und Kunden – in den vergangenen Wochen stets deutlich Gesprächs- und Kompromissbereitschaft signalisiert. Solange ver.di allerdings auf diese Forderungen besteht und sich nicht auf die eigentliche Tarifauseinandersetzung bezieht, sieht sich das Unternehmen nicht in der Lage, weiter auf die Gewerkschaft zuzugehen.

Die anhaltenden Streiks der Gewerkschaft haben nicht nur Auswirkungen auf die Bargeldversorgung in der Region, sondern auch auf das Unternehmen und seine Kunden selbst. Prosegur prüft aufgrund der veränderten Bedingungen in der Region, inwieweit die Kapazitäten der Niederlassung an die Umsatzstruktur anzupassen sind.

Prosegur ist auf die Situation vorbereitet und wird die Auswirkungen der Streiks auf seine Kunden durch entsprechende Maßnahmen abfedern. Hierfür greift das Unternehmen auf detaillierte Versorgungsschemata zurück, die in den vergangenen Wochen erarbeitet wurden und sich eingespielt haben. Prosegur wird diese Strukturen weiter optimieren, um die Bargeldversorgung in der Region auch weiterhin aufrechtzuerhalten.