02 Jun

Tarifauseinandersetzung in Potsdam: Prosegur und ver.di vereinbaren Aussetzung des Streikes und der Aussperrung

02/06/2015

  • Prosegur und die Gewerkschaft ver.di wollen zu einer konstruktiven Verhandlungssituation zurückkehren
  • Der Streik der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird bis einschließlich 12. Juni 2015 ausgesetzt - Prosegur hebt die Aussperrung streikender Mitarbeiter auf
  • Für Handelskunden gilt Normalbetrieb ab Mittwoch, für Bankkunden ab Donnerstag

Ratingen/Berlin, 02. Juni 2015. In der aktuellen Tarifauseinandersetzung wollen der Geld- und Wertdienstleister Prosegur und die Gewerkschaft ver.di wieder zu einer konstruktiven Verhandlungssituation zurückkehren. Darauf einigten sich die Geschäftsführung von Prosegur und ver.di-Verhandlungsführer André Pollmann gestern Abend in Berlin.

Es wurde vereinbart, dass die Gewerkschaft ver.di ihren Streik in der Potsdamer Niederlassung des Geld- und Wertdienstleisters bis einschließlich 12. Juni 2015 aussetzt. Im Gegenzug wird Prosegur die gestern beschlossene Aussperrung von streikenden Mitarbeitern aufheben. Nach der Aufhebung der Aussperrung morgen früh (3 Uhr) rechnet das Unternehmen damit, den Normalbetrieb wieder aufnehmen zu können.

„Dies ist ein wichtiger Schritt zur Deeskalation und eine gute Nachricht in der aktuellen Tarifauseinandersetzung. Die Vereinbarung gibt uns die notwendige Zeit und Ruhe, um mit ver.di konstruktive Gespräche zu führen. Gleichzeitig können wir unsere Kunden, die in den letzten Wochen massiv von den Auswirkungen des Streiks betroffen waren, vorerst wieder im gewohnten Umfang und der entsprechenden Qualität versorgen”, sagt Dr. Lothar Thoma, Geschäftsführer von Prosegur in Deutschland.

„ver.di ist in der aktuellen Tarifauseinandersetzung an einer fairen und einvernehmlichen Lösung interessiert. Die Aussetzung des Streiks soll dem Arbeitgeber signalisieren, dass wir weiterhin gesprächsbereit sind. Im Gegenzug war die Aufhebung der Aussperrung für uns eine wichtige Voraussetzung zur Deeskalation”, sagt André Pollmann, zuständiger ver.di-Verhandlungsführer.

Prosegur wird am Mittwoch zunächst damit beginnen, seine Handelskunden mit den bekannten Regelanfahrten zu versorgen. Für Bankkunden gelten am Mittwoch noch die eingespielten Notfallpläne, über die das Unternehmen die Bargeldversorgung in der Region mit entsprechender Priorisierung aufrechterhält. Die Planung hierfür steht bereits fest. Ab Donnerstag wird das Unternehmen aller Voraussicht nach auch seine Bankkunden wieder im Normalbetrieb bedienen.