13 Jul

Tarifauseinandersetzung beendet: Prosegur und ver.di einigen sich - Produktivitätspakt für die Niederlassung Potsdam beschlossen

Prosegur_2175

13/07/2015

  • Unternehmen und Gewerkschaft einigen sich auf Produktivitätspakt und die Implementierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
  • Überarbeiteter Haustarifvertrag tritt rückwirkend zum 1. Juli 2015 in Kraft
  • Produktivitätsorientierte Prämie auch für andere Niederlassungen von Prosegur vorstellbar

Ratingen / Berlin, 13. Juli 2015. In der Tarifauseinandersetzung über die Entgeltforderungen für die Niederlassung Potsdam ist dem Geld- und Wertdienstleister Prosegur und der vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di der Durchbruch gelungen. Die beiden Parteien konnten sich in ihren Verhandlungen auf einen überarbeiteten Haustarifvertrag für die Niederlassung Potsdam einigen und damit den Tarifkonflikt beenden. Das Herzstück der Einigung ist ein ‚Produktivitätspakt‘: Dieser verfolgt das Ziel, die Produktivität der Niederlassung zu verbessern und die Mitarbeiter aufgrund ihres persönlichen Einsatzes finanziell am Erfolg zu beteiligen.

Die ver.di-Mitglieder haben das Verhandlungsergebnis in einer internen Abstimmung mit großer Mehrheit angenommen. Der Tarifvertrag soll nun nach formaler Überprüfung durch die ver.di-Tarifabteilung und dem Ende der Erklärungsfrist nach dem 13. Juli 2015 unterzeichnet werden. Die Neuregelung des Vertrages tritt rückwirkend zum 1. Juli 2015 in Kraft.

„Wir sind froh, dass wir uns mit der Gewerkschaft erfolgreich geeinigt haben. Gemeinsam haben wir eine innovative Lösung erarbeitet, mit der wir den Tarifkonflikt in unserer Niederlassung beenden konnten“, sagt Dr. Lothar Thoma, Geschäftsführer von Prosegur in Deutschland.

„Für uns ist die Einigung ein gutes Ergebnis. Uns ist mit dem Produktivitätspakt nicht nur gelungen, die Steigerung der Produktivität zur Hälfte in Form einer Prämie der Arbeitnehmerschaft zukommen zu lassen, sondern auch uns in einem durch den Betriebsrat mitgesteuerten Verfahren an der Art und Weise dieser Produktivitätssteigerung zu beteiligen. Wir halten dies für den besten Schritt, den Standort zu sichern und die Arbeit aus unserer Perspektive auch sinnvoll zu gestalten“, sagt André Pollmann, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di.

Zur Erhöhung der Produktivität haben Prosegur und ver.di außerdem die Implementierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vereinbart, bei dem Mitarbeiter aktiv eigene Verbesserungsvorschläge einreichen können – etwa zur Steigerung der Arbeitsqualität oder zur Verbesserung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz.

„Mit dem Produktivitätspakt und dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess haben wir gleichermaßen eine Lösung zum Wohle der Mitarbeiter und des Unternehmens gefunden. Unsere Mitarbeiter werden über die Prämie motiviert, eigene Verbesserungsvorschläge einzureichen, und tragen damit gleichzeitig zum finanziellen Erfolg des Unternehmens bei”, sagt Dr. Lothar Thoma. „Wenn dieses innovative Konzept für beide Seiten erfolgreich wirkt, ist es durchaus vorstellbar, dass es auch für andere Niederlassungen unseres Unternehmens oder gar für die gesamte Branche attraktiv werden könnte."